Pendelrollenlager Größentabelle: Vollständiger Guide

Wer ein Pendelrollenlager ersetzen, neu dimensionieren oder für eine bestimmte Anwendung auswählen möchte, braucht vor allem eines: zuverlässige Maße. Eine Pendelrollenlager Größentabelle hilft dabei, Bohrungsdurchmesser, Außendurchmesser und Lagerbreite schnell miteinander abzugleichen und eine passende Lagergröße zu finden.

Pendelrollenlager werden häufig eingesetzt, wenn hohe radiale Belastungen auftreten und gleichzeitig Fluchtungsfehler oder Wellenverformungen ausgeglichen werden müssen. Allerdings reicht die Kenntnis des Wellendurchmessers allein nicht aus. Tragfähigkeit, Drehzahl, Einbauraum, Dichtung, Lagerluft und Belastungsrichtung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

In diesem vollständigen Guide erfahren Sie, wie Pendelrollenlager aufgebaut sind, welche Standardgrößen besonders relevant sind, wie die Bezeichnungen gelesen werden und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.


Was ist ein Pendelrollenlager?

Ein Pendelrollenlager ist ein zweireihiges Wälzlager, dessen Laufbahnen so gestaltet sind, dass sich die Rollen im Betrieb an Winkelfehler zwischen Welle und Gehäuse anpassen können. Dadurch eignet sich dieser Lagertyp besonders für Konstruktionen, bei denen eine perfekte Ausrichtung von Welle und Gehäuse nicht dauerhaft gewährleistet werden kann.

Die Rollen sind tonnenförmig ausgeführt. Zusammen mit der kugelförmig gestalteten Außenringlaufbahn ermöglicht diese Konstruktion eine gewisse Selbstausrichtung des Lagers.

Typische Merkmale sind:

  • Hohe radiale Tragfähigkeit
  • Gute Eignung für schwere Belastungen
  • Ausgleich bestimmter Winkelfehler
  • Zweireihige Konstruktion
  • Geeignet für industrielle Maschinen und Anlagen
  • Je nach Ausführung auch für kombinierte Belastungen geeignet

Pendelrollenlager werden beispielsweise in Getrieben, Förderanlagen, Walzwerken, Lüftern, Pumpen, Papiermaschinen, Bergbaumaschinen und Industrieantrieben verwendet.


Pendelrollenlager Größen und Maße verstehen

Bei der Suche nach der richtigen Größe sind grundsätzlich drei Hauptabmessungen entscheidend:

d = Bohrungsdurchmesser

Der Bohrungsdurchmesser beschreibt den Innendurchmesser des Lagers. Er muss zur Welle beziehungsweise zum vorgesehenen Wellensitz passen.

D = Außendurchmesser

Der Außendurchmesser bestimmt, wie groß die Aufnahme im Gehäuse sein muss.

B = Lagerbreite

Die Breite beeinflusst den axialen Bauraum und ist außerdem für die Auswahl des passenden Gehäuses und weiterer Komponenten relevant.

Diese drei Werte werden bei technischen Lagerdaten meist in Millimetern angegeben.

Ein Beispiel:

Abmessung Bedeutung Einheit
d Bohrungsdurchmesser mm
D Außendurchmesser mm
B Lagerbreite mm

Bei der Auswahl sollte jedoch nicht ausschließlich nach d, D und B vorgegangen werden. Zwei Lager mit ähnlichen Abmessungen können sich bei Tragzahl, Lagerluft, Käfigausführung, Drehzahlgrenze oder Abdichtung deutlich unterscheiden.


Pendelrollenlager Größentabelle mit gängigen Größen

Die folgende Übersicht zeigt beispielhafte, häufig anzutreffende Baugrößen von Pendelrollenlagern. Die konkreten Maße und Ausführungsmerkmale müssen immer anhand des jeweiligen Herstellerkatalogs geprüft werden.

Baugröße Bohrung d (mm) Außendurchmesser D (mm) Breite B (mm)
22206 30 62 20
22207 35 72 23
22208 40 80 23
22209 45 85 23
22210 50 90 23
22211 55 100 25
22212 60 110 28
22213 65 120 31
22214 70 125 31
22215 75 130 31
22216 80 140 33
22217 85 150 36
22218 90 160 40
22220 100 180 46
22222 110 200 53
22224 120 215 58
22226 130 230 64
22228 140 250 68
22230 150 270 73

Diese Tabelle dient als Orientierung für Standardabmessungen. Besonders bei einem direkten Lageraustausch sollten die Werte des vorhandenen Lagers mit dem technischen Datenblatt des gewünschten Ersatzlagers verglichen werden.

Je nach Baureihe können sich Außenabmessungen, Innenkonstruktion und Belastbarkeit trotz ähnlicher Bezeichnung unterscheiden.


Pendelrollenlager Bauformen und Baureihen

Pendelrollenlager gibt es in unterschiedlichen Bauformen. Die Baureihe beeinflusst unter anderem die Tragfähigkeit, die Innenkonstruktion und die Eignung für bestimmte Betriebsbedingungen.

Baureihe 222

Die Baureihe 222 gehört zu den bekannten Pendelrollenlager-Reihen. Sie wird in zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt und ist in vielen unterschiedlichen Bohrungsgrößen erhältlich.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Fördertechnik
  • Maschinenbau
  • Getriebe
  • Elektromotoren und Antriebssysteme
  • Industrieanlagen

Baureihe 223

Pendelrollenlager der Baureihe 223 sind auf hohe Belastungen ausgelegt und besitzen im Vergleich zu bestimmten anderen Reihen eine entsprechend größere Querschnittsgeometrie.

Sie kommen insbesondere dort infrage, wo hohe radiale Kräfte und eine robuste Lagerausführung erforderlich sind.

Baureihen mit unterschiedlichen Innenkonstruktionen

Neben der eigentlichen Baugröße können Hersteller unterschiedliche Innenkonstruktionen anbieten. Dazu gehören beispielsweise Varianten mit optimierter Rollenführung oder unterschiedlichen Käfigausführungen.

Deshalb sollte eine Bezeichnung niemals isoliert betrachtet werden. Für einen exakten Vergleich sind immer Hersteller, vollständige Lagerbezeichnung und technische Spezifikation relevant.


Lagerbezeichnung richtig lesen

Eine Pendelrollenlager-Bezeichnung besteht aus verschiedenen Teilen. Das Grundprinzip lässt sich anhand einer typischen Bezeichnung wie 22212 erklären.

Die erste Ziffer beziehungsweise Zifferngruppe verweist auf die Lagerart und Bauform. Die weiteren Zahlen kennzeichnen die jeweilige Baugröße.

Bei vielen standardisierten metrischen Lagern lässt sich aus dem Bohrungscode der ungefähre Bohrungsdurchmesser ableiten. Für bestimmte Bohrungskennzahlen gilt beispielsweise häufig die bekannte Regel:

Bohrungscode × 5 = Bohrungsdurchmesser in mm

Ein Code 12 entspricht damit beispielsweise einer Bohrung von 60 mm.

Diese Regel gilt jedoch nicht uneingeschränkt für alle Lagerbezeichnungen. Bei sehr kleinen Bohrungen, Sondermaßen und bestimmten Sonderausführungen gelten andere Bezeichnungssysteme.

Suffixe und Zusatzkennzeichnungen

Nach der Grundbezeichnung können Buchstaben oder weitere Zeichen folgen. Sie weisen häufig auf besondere Eigenschaften hin, beispielsweise:

  • Innenkonstruktion
  • Käfigausführung
  • Lagerluft
  • Bohrungsvariante
  • Dichtung
  • Wärmebehandlung
  • Sonderausführung

Deshalb ist ein Lager mit gleicher Grundnummer nicht automatisch in jeder Hinsicht identisch mit einer Variante eines anderen Herstellers.


Wie misst man ein Pendelrollenlager richtig?

Wenn die ursprüngliche Lagerbezeichnung nicht mehr lesbar ist, können die Abmessungen dabei helfen, die richtige Baugröße zu bestimmen.

1. Bohrungsdurchmesser messen

Messen Sie den Innendurchmesser des Lagers möglichst präzise. Ein Messschieber eignet sich für eine erste Bestimmung.

Bei größeren Lagern oder engen Toleranzen sollte ein geeignetes Präzisionsmessmittel verwendet werden.

2. Außendurchmesser bestimmen

Messen Sie den Durchmesser über die äußere Mantelfläche des Außenrings. Achten Sie darauf, das Messmittel gerade anzusetzen.

3. Lagerbreite messen

Die Breite wird axial über die beiden Seitenflächen des Lagers gemessen.

Damit erhalten Sie die drei wichtigsten Basisabmessungen:

d × D × B

Beispielsweise könnte ein Lager eine Grundabmessung von 60 × 110 × 28 mm besitzen.

Diese drei Werte reichen für eine erste Eingrenzung. Für die endgültige Identifikation sollten zusätzlich die Lagerbezeichnung und Herstellerangaben geprüft werden.


Wie wählt man das richtige Pendelrollenlager aus?

Die passende Größe ist nur der erste Schritt. Eine professionelle Lagerauswahl berücksichtigt mehrere Betriebsbedingungen.

Belastung berücksichtigen

Pendelrollenlager werden häufig wegen ihrer hohen radialen Belastbarkeit eingesetzt. Dennoch muss die tatsächliche Belastung zur dynamischen und statischen Tragfähigkeit des Lagers passen.

Dabei sind unter anderem folgende Faktoren wichtig:

  • Radiale Belastung
  • Axiale Belastung
  • Stoßbelastungen
  • Betriebsdauer
  • Drehzahl
  • Temperatur
  • Schmierung

Bei wechselnden oder stoßartigen Belastungen sollte die Auswahl besonders sorgfältig erfolgen.

Drehzahl prüfen

Nicht jedes große Pendelrollenlager ist automatisch für hohe Drehzahlen geeignet. Mit zunehmender Baugröße können Reibung, Wärmeentwicklung und Käfigbelastung wichtige Faktoren werden.

Die zulässige Drehzahl hängt unter anderem von Lagerbauart, Schmierung, Belastung und Herstellerfreigabe ab.

Lagerluft beachten

Die interne Lagerluft ist ein wichtiger Parameter. Eine größere Lagerluft kann beispielsweise bei Anwendungen mit hohen Betriebstemperaturen oder bestimmten Passungssituationen erforderlich sein.

Eine falsche Lagerluft kann dagegen zu:

  • erhöhter Erwärmung,
  • schlechterem Laufverhalten,
  • übermäßiger Belastung oder
  • verkürzter Lagerlebensdauer

führen.

Die passende Lagerluft sollte deshalb nicht pauschal gewählt werden.

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Pendelrollenlager mit Zylinderbohrung oder Kegelbohrung

Ein wichtiger Unterschied betrifft die Bohrungsform.

Zylinderbohrung

Bei einem Lager mit Zylinderbohrung besitzt die Innenbohrung einen geraden Durchmesser. Das Lager wird typischerweise direkt auf einen passenden Wellensitz montiert.

Kegelbohrung

Bei einem Lager mit Kegelbohrung ist die Innenbohrung konisch ausgeführt. Solche Lager werden häufig zusammen mit einer Spannhülse oder Abziehhülse eingesetzt.

Das bietet bei bestimmten Konstruktionen Vorteile bei:

  • Montage
  • Demontage
  • Anpassung an bestimmte Wellensysteme
  • Wartungsarbeiten

Bei einem Ersatzlager muss deshalb unbedingt kontrolliert werden, ob die vorhandene Konstruktion eine zylindrische oder kegelige Bohrung benötigt.


Pendelrollenlager und Spannhülsen

Kegelbohrungen sind besonders relevant, wenn das Lager mit einer Spannhülse montiert wird. Die Hülse sitzt zwischen Welle und Lagerinnenring und ermöglicht eine entsprechende Befestigung.

Dabei müssen mehrere Komponenten zusammenpassen:

  • Lager
  • Spannhülse
  • Welle
  • Mutter
  • Sicherungselement

Eine häufige Fehlerquelle ist die Auswahl eines passenden Lagers nach Außendurchmesser und Breite, während die Bohrungs- und Hülsenkombination nicht berücksichtigt wird.

Bei einer solchen Konstruktion sollte deshalb immer die komplette Montageeinheit geprüft werden.


Typische Anwendungen von Pendelrollenlagern

Pendelrollenlager sind besonders interessant für Maschinen, bei denen hohe Belastungen und mögliche Ausrichtungsfehler zusammenkommen.

Typische Anwendungen sind:

  • Förderanlagen
  • Bergbau- und Steinbruchmaschinen
  • Getriebe
  • Papiermaschinen
  • Walzwerke
  • Pumpen
  • Lüfter
  • Industrieantriebe
  • Landmaschinen
  • Schwere Maschinen und Produktionsanlagen

Die konkrete Auswahl hängt immer von den Betriebsdaten der Maschine ab. Ein Lager, das für eine langsam laufende Förderanlage geeignet ist, muss nicht automatisch für einen schnell laufenden Antrieb geeignet sein.


Vorteile und Grenzen von Pendelrollenlagern

Vorteile

Pendelrollenlager bieten mehrere technische Vorteile:

  • Hohe radiale Tragfähigkeit
  • Gute Eignung für schwere Maschinen
  • Ausgleich bestimmter Fluchtungsfehler
  • Zweireihige Konstruktion
  • Verschiedene Baugrößen verfügbar
  • Varianten für unterschiedliche Montagekonzepte

Gerade der Ausgleich von Winkelfehlern macht diesen Lagertyp für bestimmte Maschinenkonzepte interessant.

Grenzen

Trotz ihrer Vorteile sind Pendelrollenlager nicht für jede Anwendung automatisch die beste Wahl.

Zu beachten sind:

  • Bauraum
  • Drehzahl
  • Schmierung
  • Temperatur
  • Lagerluft
  • axiale Belastung
  • Montagebedingungen
  • erforderliche Lebensdauer

Für eine Anwendung mit sehr hoher Drehzahl oder besonderen axialen Anforderungen kann ein anderer Lagertyp besser geeignet sein.

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Pendelrollenlager im Vergleich zu anderen Lagertypen

Die Wahl zwischen verschiedenen Wälzlagern hängt wesentlich von der Anwendung ab.

Lagertyp Typische Stärke Fluchtungsfehler Typische Anwendung
Pendelrollenlager Hohe radiale Belastbarkeit Gut geeignet Schwere Maschinen
Zylinderrollenlager Hohe radiale Tragfähigkeit Begrenzt Industrieantriebe
Rillenkugellager Vielseitigkeit und Drehzahl Gering Allgemeiner Maschinenbau
Kegelrollenlager Radial- und Axialkräfte Gering Radlager, Getriebe
Pendelrollenlager mit hoher Tragfähigkeit Sehr hohe Belastungen Gut geeignet Schwerindustrie

Diese Übersicht ist nur eine allgemeine Orientierung. Die tatsächliche Eignung hängt von Belastung, Drehzahl, Einbausituation und Herstellerdaten ab.


Häufige Fehler bei der Lagerauswahl

Bei der Suche nach einem Ersatzlager passieren einige typische Fehler.

Nur den Wellendurchmesser beachten

Ein 60-mm-Wellensitz bedeutet nicht automatisch, dass jedes Pendelrollenlager mit 60-mm-Bohrung passt. Außendurchmesser und Breite müssen ebenfalls zum Gehäuse passen.

Grundbezeichnung mit vollständiger Bezeichnung verwechseln

Zusatzkennzeichnungen können wichtige technische Eigenschaften angeben. Deshalb sollte die vollständige Lagerbezeichnung verglichen werden.

Lagerluft ignorieren

Eine falsche interne Lagerluft kann die Betriebstemperatur und Lebensdauer negativ beeinflussen.

Dichtung nicht berücksichtigen

Ein offenes Lager und ein abgedichtetes Lager unterscheiden sich bei Schmierung, Wartung und Einsatzbedingungen. Bei Pendelrollenlagern sind je nach Konstruktion unterschiedliche Ausführungen verfügbar.

Herstellerdaten nicht prüfen

Größentabellen liefern eine gute Orientierung. Für eine konkrete Maschine sollten jedoch die Originaldaten des Lagerherstellers herangezogen werden.

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Tipps für Montage und Wartung

Ein hochwertiges Lager kann durch eine falsche Montage schnell beschädigt werden. Deshalb sollte der Einbau sauber und kontrolliert erfolgen.

Wichtige Punkte:

  • Lager und Umgebung vor der Montage gründlich reinigen.
  • Keine Kräfte über die falschen Lagerringe einleiten.
  • Passungen und Welle auf Beschädigungen prüfen.
  • Richtige Lagerluft beziehungsweise Montageeinstellung beachten.
  • Bei Kegelbohrungen die vorgeschriebene Montageweise verwenden.
  • Geeignetes Schmiermittel einsetzen.
  • Übermäßige Verschmutzung und Feuchtigkeit vermeiden.
  • Bei ungewöhnlichen Geräuschen, Vibrationen oder Temperaturen die Ursache untersuchen.

Bei größeren Lagern oder anspruchsvollen Industrieanwendungen sollte die Montage nach den Vorgaben des jeweiligen Herstellers erfolgen.


Häufig gestellte Fragen zu Pendelrollenlager-Größen

Welche Maße sind bei einem Pendelrollenlager wichtig?

Die wichtigsten Grundmaße sind Bohrungsdurchmesser d, Außendurchmesser D und Breite B. Für die endgültige Auswahl sind außerdem Bauform, Lagerluft, Käfig, Belastbarkeit und weitere Ausführungsmerkmale relevant.

Wie finde ich ein Ersatzlager ohne lesbare Bezeichnung?

Messen Sie zunächst d, D und B. Anschließend können diese Maße mit Herstellerkatalogen und Größentabellen verglichen werden. Auch die Form der Bohrung und vorhandene Zusatzkennzeichnungen sollten berücksichtigt werden.

Sind alle Lager mit derselben Bohrung austauschbar?

Nein. Gleiche Bohrungsdurchmesser bedeuten nicht automatisch gleiche Außenabmessungen oder gleiche Tragfähigkeit. Auch Bauform, Breite, Lagerluft und Innenkonstruktion können unterschiedlich sein.

Was bedeutet eine Kegelbohrung?

Eine Kegelbohrung ist eine konische Innenbohrung. Sie ermöglicht je nach Konstruktion die Montage mit einer Spannhülse oder anderen Befestigungselementen.

Warum sind Pendelrollenlager für schwere Maschinen geeignet?

Ihre zweireihige Rollenbauweise ermöglicht eine hohe radiale Tragfähigkeit. Gleichzeitig kann die Konstruktion bestimmte Winkelfehler zwischen Welle und Gehäuse ausgleichen.

Wo finde ich die exakten technischen Maße?

Für eine verbindliche Auswahl sollten Sie immer den aktuellen technischen Katalog des jeweiligen Herstellers verwenden. Dort finden sich neben den Abmessungen auch Tragzahlen, Drehzahlgrenzen, Lagerluft, Toleranzen und weitere wichtige Angaben.


Fazit: Die richtige Pendelrollenlager-Größe finden

Eine Pendelrollenlager Größentabelle ist ein praktisches Werkzeug, um geeignete Baugrößen schnell einzugrenzen. Die drei grundlegenden Maße d, D und B bilden dabei den Ausgangspunkt.

Für eine zuverlässige Auswahl reicht die reine Maßprüfung jedoch nicht aus. Auch Bauform, Bohrungsart, Belastung, Drehzahl, Lagerluft, Schmierung und Montagebedingungen müssen zur jeweiligen Anwendung passen.

Wer ein vorhandenes Lager ersetzen möchte, sollte deshalb zunächst die Abmessungen und vollständige Bezeichnung erfassen und anschließend mit den technischen Daten des gewünschten Herstellers vergleichen. So lässt sich vermeiden, dass zwar ein Lager mit passender Bohrung, aber mit ungeeigneten Außenmaßen oder Betriebsdaten ausgewählt wird.

Bei anspruchsvollen Anwendungen ist die Herstellerdokumentation entscheidend. Sie liefert die verbindlichen technischen Spezifikationen und ermöglicht eine Auswahl, die nicht nur geometrisch, sondern auch hinsichtlich Tragfähigkeit und Betriebsbedingungen zur Maschine passt.