Rillenkugellager Größentabelle: Größen & Maße

Hier ist der vollständige, auf Suchintention und semantische SEO optimierte Beitrag mit Größenübersichten, Messanleitung, Auswahlhilfe und FAQ.

Rillenkugellager gehören zu den am häufigsten eingesetzten Wälzlagern und sind in zahlreichen standardisierten Größen erhältlich. Wer ein Lager ersetzen oder für eine neue Konstruktion auswählen möchte, muss vor allem Innendurchmesser, Außendurchmesser und Lagerbreite kennen.

Diese drei Maße bestimmen, ob ein Rillenkugellager mechanisch in eine bestimmte Anwendung passt. Zusätzlich spielen Lagerreihe, Dichtungen, Käfigausführung, Drehzahl, Belastung und Schmierung eine wichtige Rolle.

Die folgende Rillenkugellager Größentabelle zeigt gängige Standardabmessungen verschiedener Reihen. Anschließend erfahren Sie, wie die Bezeichnungen zu verstehen sind, wie Sie ein vorhandenes Lager richtig messen und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.


Was ist ein Rillenkugellager?

Ein Rillenkugellager ist ein Wälzlager, bei dem Kugeln zwischen einem Innenring und einem Außenring laufen. Die Laufbahnen sind so ausgeführt, dass das Lager hauptsächlich radiale Belastungen aufnehmen kann, aber je nach Ausführung auch axiale Kräfte in beide Richtungen verträgt.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Elektromotoren
  • Pumpen
  • Getriebe
  • Lüfter und Ventilatoren
  • Förderanlagen
  • Maschinen und Werkzeugmaschinen
  • Haushaltsgeräte
  • Fahrräder und andere mechanische Systeme
  • Rollen und Antriebseinheiten

Ein wesentlicher Vorteil ist die große Auswahl an standardisierten Abmessungen. Dadurch lässt sich ein passendes Lager häufig anhand der vorhandenen Maße oder der Lagerbezeichnung bestimmen.


Rillenkugellager Größen: Die drei wichtigsten Maße

Bei einem Rillenkugellager sind drei Grundabmessungen besonders wichtig:

Maß Bezeichnung Bedeutung
d Innendurchmesser Durchmesser der Welle bzw. Bohrung
D Außendurchmesser Durchmesser des Außenrings
B Lagerbreite Axiale Breite des Lagers

Die Abmessungen werden normalerweise in Millimetern (mm) angegeben.

Beispielsweise besitzt ein 6205 Rillenkugellager die Abmessungen 25 × 52 × 15 mm. Dabei steht 25 mm für den Innendurchmesser, 52 mm für den Außendurchmesser und 15 mm für die Breite.

Diese Maße müssen mit der Welle und dem vorhandenen Lagergehäuse kompatibel sein.


Rillenkugellager Größentabelle für gängige Standardgrößen

Die folgenden Tabellen enthalten häufig verwendete Lager aus den Reihen 6000, 6200 und 6300. Die Werte beziehen sich auf typische Standardabmessungen und dienen zur Größenbestimmung.

6000er Reihe: leichte Rillenkugellager

Die 6000er Reihe zeichnet sich im Vergleich zu größeren Baureihen durch eine relativ schmale Bauform aus. Sie wird häufig eingesetzt, wenn der verfügbare Einbauraum begrenzt ist.

Lagerbezeichnung Innendurchmesser d (mm) Außendurchmesser D (mm) Breite B (mm)
6000 10 26 8
6001 12 28 8
6002 15 32 9
6003 17 35 10
6004 20 42 12
6005 25 47 12
6006 30 55 13
6007 35 62 14
6008 40 68 15
6009 45 75 16
6010 50 80 16
6011 55 90 18
6012 60 95 18
6013 65 100 18
6014 70 110 20
6015 75 115 20
6016 80 125 22
6017 85 130 22
6018 90 140 24
6019 95 145 24
6020 100 150 24

6200er Reihe: universell einsetzbare Lager

Die 6200er Reihe ist besonders verbreitet. Sie bietet im Verhältnis zur Baugröße eine gute Kombination aus Tragfähigkeit und Platzbedarf und wird deshalb in vielen Maschinen und Antriebssystemen verwendet.

Lagerbezeichnung Innendurchmesser d (mm) Außendurchmesser D (mm) Breite B (mm)
6200 10 30 9
6201 12 32 10
6202 15 35 11
6203 17 40 12
6204 20 47 14
6205 25 52 15
6206 30 62 16
6207 35 72 17
6208 40 80 18
6209 45 85 19
6210 50 90 20
6211 55 100 21
6212 60 110 22
6213 65 120 23
6214 70 125 24
6215 75 130 25
6216 80 140 26
6217 85 150 28
6218 90 160 30
6219 95 170 32
6220 100 180 34

6300er Reihe: höhere Tragfähigkeit

Die 6300er Reihe besitzt bei gleichem Innendurchmesser einen größeren Außendurchmesser als die 6200er Reihe. Dadurch steht mehr Platz für die Wälzkörper zur Verfügung, was die Tragfähigkeit gegenüber einer vergleichbaren leichteren Reihe erhöhen kann.

Lagerbezeichnung Innendurchmesser d (mm) Außendurchmesser D (mm) Breite B (mm)
6300 10 35 11
6301 12 37 12
6302 15 42 13
6303 17 47 14
6304 20 52 15
6305 25 62 17
6306 30 72 19
6307 35 80 21
6308 40 90 23
6309 45 100 25
6310 50 110 27
6311 55 120 29
6312 60 130 31
6313 65 140 33
6314 70 150 35
6315 75 160 37
6316 80 170 39
6317 85 180 41
6318 90 190 43
6319 95 200 45
6320 100 215 47

6200, 6300 oder 6000: Welche Lagerreihe passt?

Die Lagerbezeichnung allein beschreibt nicht die komplette technische Eignung. Die verschiedenen Reihen unterscheiden sich unter anderem bei Außendurchmesser, Breite, Tragfähigkeit und verfügbarem Einbauraum.

Ein vereinfachter Vergleich:

Lagerreihe Bauform Typischer Vorteil Typische Anwendung
6000 Leichter Kompakte Bauweise Wenig Einbauraum
6200 Mittel Gute Allround-Lösung Allgemeiner Maschinenbau
6300 Schwerer Höhere Tragfähigkeit Höhere radiale Belastungen

Dabei sollte die Entscheidung nicht ausschließlich nach der Größe erfolgen. Ein 6300er Lager ist nicht automatisch die beste Wahl, nur weil es eine höhere Tragfähigkeit haben kann.

Welle, Gehäuse, Belastung, Drehzahl und Temperatur müssen gemeinsam berücksichtigt werden.


Wie liest man eine Rillenkugellager Bezeichnung?

Eine typische Bezeichnung wie 6205-2RS besteht aus mehreren Informationen.

Der Grundtyp 6205 beschreibt die Lagerreihe und Bohrungsgröße. Das Suffix 2RS wird häufig für ein beidseitig abgedichtetes Lager mit Dichtungen aus Elastomer verwendet.

Je nach Hersteller können zusätzliche Kennzeichen beispielsweise auf Dichtungen, Lagerluft, Käfigausführung oder andere Ausführungsmerkmale hinweisen.

Bohrungscode verstehen

Bei vielen metrischen Rillenkugellagern folgen die letzten beiden Ziffern einer standardisierten Zuordnung der Bohrung.

Bei den üblichen Bohrungscodes gilt:

Code Innendurchmesser
00 10 mm
01 12 mm
02 15 mm
03 17 mm
04 20 mm
05 25 mm
06 30 mm
07 35 mm
08 40 mm

Ab 04 entspricht der Code grundsätzlich dem Vierfachen des Codes in Millimetern. Beispielsweise steht 05 für 25 mm, 06 für 30 mm und 08 für 40 mm.

Bei Sonderausführungen und anderen Lagerfamilien können jedoch abweichende Regeln gelten. Deshalb sollte bei einer konkreten Bestellung immer die vollständige Herstellerbezeichnung geprüft werden.


So messen Sie ein Rillenkugellager richtig

Wenn die Beschriftung des alten Lagers nicht mehr lesbar ist, können Sie die grundlegenden Abmessungen direkt messen.

Innendurchmesser messen

Messen Sie den Durchmesser der zentralen Bohrung. Ein Messschieber eignet sich für eine schnelle Bestimmung.

Das Maß entspricht dem Durchmesser der Welle, auf der das Lager montiert wird.

Außendurchmesser messen

Messen Sie über die äußersten Punkte des Außenrings. Achten Sie darauf, den Messschieber möglichst gerade anzusetzen.

Breite messen

Messen Sie die axiale Gesamtbreite des Lagers zwischen den beiden Stirnflächen.

Messwerte vergleichen

Notieren Sie die drei Werte in dieser Reihenfolge:

Innendurchmesser × Außendurchmesser × Breite

Beispiel:

25 × 52 × 15 mm

Diese Kombination entspricht bei den oben genannten Standardmaßen einem 6205.

Bei gebrauchten Lagern können Verschmutzungen, Beschädigungen oder Messfehler zu abweichenden Werten führen. Für eine genaue Ersatzteilbestimmung ist die originale Lagerbezeichnung daher oft zuverlässiger.

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Was bedeuten 2RS, ZZ und offene Rillenkugellager?

Zwei Lager mit identischen Grundabmessungen können sich funktionell deutlich unterscheiden. Ein wichtiger Unterschied ist die Abdichtung.

Ausführung Typische Eigenschaft Geeignet für
Offen Keine Dichtung Saubere, geschützte Umgebungen
ZZ / 2Z Beidseitige Metallabdeckung Allgemeine Anwendungen und höhere Drehzahlen
2RS Beidseitige berührende Dichtungen Besserer Schutz vor Staub und Feuchtigkeit

Die genaue Bezeichnung kann je nach Hersteller variieren.

Offene Lager sind leicht zugänglich für Schmierung, bieten aber keinen eigenen Schutz gegen äußere Verunreinigungen.

Metallabdeckungen schützen besser vor Verschmutzung und eignen sich häufig für Anwendungen mit höheren Drehzahlen.

2RS-Dichtungen bieten einen besonders guten Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit. Durch die berührenden Dichtungen kann sich jedoch die Reibung erhöhen, weshalb die maximale Drehzahl je nach Lagerausführung niedriger sein kann.

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Welche Faktoren sind bei der Lagerauswahl wichtig?

Die richtige Größe ist nur der erste Schritt. Ein Rillenkugellager sollte entsprechend den tatsächlichen Betriebsbedingungen ausgewählt werden.

1. Radiale Belastung

Die radiale Kraft wirkt ungefähr senkrecht zur Wellenachse. Rillenkugellager sind grundsätzlich sehr gut für solche Belastungen geeignet.

Bei hohen radialen Kräften kann eine größere Lagerreihe sinnvoll sein.

2. Axiale Belastung

Rillenkugellager können auch axiale Kräfte aufnehmen. Wie hoch diese Belastung sein darf, hängt jedoch von der jeweiligen Lagergröße und Konstruktion ab.

Bei stark dominierenden axialen Kräften können andere Lagerbauarten geeigneter sein.

3. Drehzahl

Die gewünschte Drehzahl ist bei der Auswahl ebenfalls wichtig.

Dichtungen, Schmierstoff, Lagerluft, Käfigausführung und Belastung beeinflussen die zulässige Drehzahl. Die Angaben des Lagerherstellers sollten deshalb berücksichtigt werden.

4. Temperatur

Bei erhöhten Temperaturen können sich Schmierstoff, Dichtungen und Werkstoffe anders verhalten.

Für hohe oder besonders niedrige Temperaturen sollte eine dafür geeignete Lagerausführung gewählt werden.

5. Umgebung

In staubigen oder feuchten Umgebungen sind abgedichtete Lager oft sinnvoller als offene Ausführungen.

Bei Wasser, Schmutz, chemischen Medien oder extremen Betriebsbedingungen reicht die Standardausführung möglicherweise nicht aus.

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Tragfähigkeit und Lagergröße

Ein größerer Lageraußendurchmesser bedeutet nicht automatisch, dass das Lager für jede Anwendung besser geeignet ist.

Die Auswahl sollte auf der tatsächlichen Belastung basieren. Hersteller geben dafür unter anderem Werte wie die dynamische Tragzahl C und die statische Tragzahl C₀ an.

Die dynamische Tragzahl wird für die Beurteilung der Lebensdauer bei rotierender Belastung verwendet. Die statische Tragzahl ist dagegen für die Beurteilung von Belastungen bei sehr niedriger Drehzahl oder im Stillstand relevant.

Für eine konkrete technische Auslegung sollten daher nicht nur die Abmessungen, sondern auch:

  • Belastungsrichtung
  • Belastungsgröße
  • Drehzahl
  • gewünschte Lebensdauer
  • Temperatur
  • Schmierung
  • Montagebedingungen

berücksichtigt werden.


Häufige Fehler bei der Auswahl eines Rillenkugellagers

Ein Lager ausschließlich anhand des Innendurchmessers zu bestellen, ist ein häufiger Fehler.

Wenn beispielsweise die Welle einen Durchmesser von 25 mm besitzt, kommen mehrere Lagerreihen infrage. Ein 6005, 6205 und 6305 haben alle einen Innendurchmesser von 25 mm, aber unterschiedliche Außenabmessungen und Breiten.

Lager Bohrung (mm) Außen-Ø (mm) Breite (mm)
6005 25 47 12
6205 25 52 15
6305 25 62 17

Das zeigt, warum alle drei Grundmaße überprüft werden müssen.

Weitere typische Fehler sind:

  • Dichtungsausführung nicht beachten
  • falsche Lagerluft auswählen
  • zulässige Drehzahl ignorieren
  • Lager mit ähnlicher, aber nicht identischer Bezeichnung verwechseln
  • Außendurchmesser des Gehäuses nicht prüfen
  • Tragfähigkeit bei hoher Belastung nicht berücksichtigen
  • Hersteller-Suffixe übersehen

Rillenkugellager für verschiedene Anwendungen

Rillenkugellager sind vielseitig, aber die optimale Ausführung hängt von der Anwendung ab.

Elektromotoren

Elektromotoren verwenden häufig Rillenkugellager, da sie radial belastbar sind und bei geeigneter Ausführung hohe Drehzahlen ermöglichen.

Hier sind unter anderem Drehzahl, Lagerluft und Schmierung wichtig.

Pumpen und Lüfter

Bei Pumpen und Lüftern spielen Drehzahl, Feuchtigkeit und Abdichtung eine wichtige Rolle. Eine geeignete Dichtung kann helfen, das Eindringen von Verunreinigungen zu reduzieren.

Maschinen und Getriebe

In Maschinen und Getrieben müssen Lager häufig definierte radiale und axiale Kräfte aufnehmen. Die Lagergröße sollte deshalb anhand der tatsächlichen Betriebsdaten ausgewählt werden.

Haushaltsgeräte

Kompakte Rillenkugellager werden auch in verschiedenen Haushaltsgeräten und kleinen Antriebssystemen eingesetzt, insbesondere wenn wenig Bauraum vorhanden ist.


Rillenkugellager richtig auswählen: Schritt für Schritt

Wenn Sie ein passendes Lager bestimmen möchten, können Sie systematisch vorgehen:

  1. Welle messen: Bestimmen Sie den erforderlichen Innendurchmesser.
  2. Gehäuse prüfen: Messen Sie den verfügbaren Außendurchmesser.
  3. Einbaubreite bestimmen: Prüfen Sie, wie breit das Lager maximal sein darf.
  4. Lagerreihe vergleichen: Prüfen Sie beispielsweise 6000, 6200 und 6300.
  5. Belastung bestimmen: Berücksichtigen Sie radiale und axiale Kräfte.
  6. Drehzahl prüfen: Vergleichen Sie die Betriebsdrehzahl mit den Herstellerangaben.
  7. Dichtung auswählen: Entscheiden Sie zwischen offen, 2Z/ZZ oder 2RS beziehungsweise einer passenden Herstellervariante.
  8. Umgebung berücksichtigen: Prüfen Sie Staub, Feuchtigkeit und Temperatur.
  9. Herstellerdaten kontrollieren: Vergleichen Sie die vollständige Teilenummer und technischen Daten.
  10. Einbau prüfen: Stellen Sie sicher, dass Welle und Gehäuse für das Lager geeignet sind.

Diese Vorgehensweise verhindert, dass ein Lager nur aufgrund eines einzelnen Maßes ausgewählt wird.


Warum standardisierte Lagergrößen praktisch sind

Standardisierte Rillenkugellager erleichtern Reparaturen und Konstruktionen erheblich. Wenn ein vorhandenes Lager eine bekannte Standardabmessung besitzt, kann es häufig durch ein Lager derselben Baugröße ersetzt werden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Lager mit identischen Abmessungen für jede Anwendung geeignet ist.

Zwei Lager mit beispielsweise 25 × 52 × 15 mm können sich hinsichtlich Dichtung, Lagerluft, Schmierstoff oder Herstellerfreigaben unterscheiden.

Deshalb sollte bei einem Ersatz immer die vollständige Lagerbezeichnung berücksichtigt werden.


Häufig gestellte Fragen zur Rillenkugellager Größentabelle

Welche Maße hat ein Rillenkugellager?

Die drei wichtigsten Maße sind Innendurchmesser d, Außendurchmesser D und Breite B. Sie werden normalerweise in Millimetern angegeben.

Was sind die Maße eines 6205 Rillenkugellagers?

Ein Standard-6205 besitzt die Abmessungen 25 × 52 × 15 mm. Das bedeutet 25 mm Innendurchmesser, 52 mm Außendurchmesser und 15 mm Breite.

Was ist der Unterschied zwischen 6005, 6205 und 6305?

Alle drei Lager besitzen einen Innendurchmesser von 25 mm, unterscheiden sich jedoch bei Außendurchmesser und Breite. Das 6005 ist kompakter, das 6205 gehört zur mittleren Reihe und das 6305 ist größer dimensioniert.

Was bedeutet 2RS bei einem Rillenkugellager?

2RS bezeichnet üblicherweise ein beidseitig abgedichtetes Lager mit berührenden Dichtungen. Die genaue Bezeichnung kann je nach Hersteller variieren.

Was bedeutet ZZ oder 2Z?

ZZ beziehungsweise 2Z wird häufig für ein Lager mit beidseitigen Metallabdeckungen verwendet. Diese Ausführung unterscheidet sich von einer berührenden 2RS-Dichtung.

Wie finde ich die richtige Lagergröße?

Messen Sie zunächst Innendurchmesser, Außendurchmesser und Breite. Vergleichen Sie die Werte anschließend mit einer Größentabelle und prüfen Sie zusätzlich Lagerreihe, Dichtung, Belastung, Drehzahl und Herstellerbezeichnung.

Kann ich ein Lager mit gleichem Innendurchmesser einfach ersetzen?

Nein. Ein gleicher Innendurchmesser reicht nicht aus. Das Ersatzlager muss auch hinsichtlich Außendurchmesser, Breite und technischer Ausführung zur Anwendung passen.

Welche Rillenkugellager-Reihe ist größer: 6200 oder 6300?

Bei gleichem Bohrungscode ist die 6300er Reihe in der Regel größer dimensioniert als die 6200er Reihe. Dadurch können sich höhere Tragfähigkeiten ergeben, gleichzeitig benötigen diese Lager mehr Einbauraum.


Fazit: Rillenkugellager Größe anhand von Maßen bestimmen

Die Rillenkugellager Größentabelle ist ein praktisches Hilfsmittel, um Standardlager schnell anhand ihrer Abmessungen zu identifizieren. Entscheidend sind zunächst Innendurchmesser, Außendurchmesser und Breite.

Besonders häufig werden die Reihen 6000, 6200 und 6300 eingesetzt. Während die 6000er Reihe eine kompakte Bauform bietet, ist die 6200er Reihe eine vielseitige Standardlösung. Die 6300er Reihe ist größer dimensioniert und kann bei entsprechendem Bauraum für höhere Belastungen interessant sein.

Für einen zuverlässigen Austausch sollte jedoch nicht nur die Größe stimmen. Dichtung, Lagerluft, Drehzahl, Belastung, Temperatur, Schmierung und Umgebung müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Bei einer konkreten technischen Anwendung sind die Angaben des jeweiligen Lagerherstellers maßgeblich. So lässt sich vermeiden, dass ein zwar maßlich passendes, aber technisch ungeeignetes Rillenkugellager eingesetzt wird.